Zum Inhalt springen

Alles, was zwischen Sonne und Steckdose steht.

Sechs Leistungsbereiche, ein Ansprechpartner. Von der ersten Ertragsrechnung bis zur Wartung im zwölften Betriebsjahr — bei uns hängt kein Gewerk in der Luft.

01 · Photovoltaikanlagen

Die Anlage richtet sich nach Ihrem Verbrauch. Nicht nach Ihrer Dachfläche.

Ein volles Dach sieht beeindruckend aus. Wirtschaftlich ist es nur dann, wenn Sie den Strom auch brauchen — oder wenn die Volleinspeisung sich für Sie rechnet.

Wir beginnen mit Ihrer Jahresabrechnung und Ihren Verbrauchszeiten. Ein Haushalt mit Homeoffice, Wärmepumpe und Elektroauto verbraucht tagsüber und verträgt eine große Anlage. Ein Paar, das um sieben aus dem Haus geht und um achtzehn Uhr wiederkommt, holt aus derselben Anlage deutlich weniger heraus — es sei denn, ein Speicher schiebt den Strom in den Abend.

Danach kommt das Dach: Ausrichtung, Neigung, Sparrenabstand, Zustand der Ziegel, Schornsteine, Gauben, Bäume, Nachbargebäude. Verschattung ist der am meisten unterschätzte Faktor. Ein einziger Kamin, der ab 15 Uhr zwei Modulreihen streift, kostet über zwanzig Jahre mehr, als die drei zusätzlichen Module je einbringen.

Süddächer mit rund 30 Grad Neigung liefern das Optimum. Südost und Südwest liegen nur wenige Prozent darunter. Ost-West-Dächer erreichen ebenfalls rentable Erträge und haben einen Vorteil: zwei Ertragsspitzen am Vormittag und am späten Nachmittag statt einer Mittagsspitze, die Sie oft gar nicht brauchen.

  • Aufdach auf Ziegel, Schiefer, Trapezblech und Bitumen
  • Flachdach ballastiert, ohne Durchdringung der Dachhaut
  • Ost-West-Aufständerung für flache, breite Ertragskurven
  • Freiflächen- und Nebengebäudeanlagen
  • Modulbelegung mit Verschattungsanalyse statt Faustformel
  • Optimierer oder Moduleinzelüberwachung, wo Verschattung unvermeidbar ist
Wohnhaus mit Aufdach-Photovoltaikanlage auf dem Steildach
Wandmontierter Lithium-Eisenphosphat-Stromspeicher in einem hellen Technikraum

02 · Stromspeicher

Sonne gibt es mittags. Strom brauchen Sie abends.

Ohne Speicher verbraucht ein normaler Haushalt etwa 30 Prozent seines Solarstroms selbst. Mit Speicher sind 65 bis 80 Prozent realistisch — und jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ist rund viermal so viel wert wie eine eingespeiste.

Die Rechnung ist einfach: Eine eingespeiste Kilowattstunde bringt Ihnen 7,78 Cent. Eine selbst verbrauchte spart Ihnen den Bezugspreis — je nach Tarif 30 bis 45 Cent. Der Speicher verschiebt Strom aus der Mittagsspitze in den Abend und macht aus dem billigen Cent den teuren.

Wir setzen auf Lithium-Eisenphosphat. Diese Zellchemie ist thermisch stabiler als klassische Lithium-Ionen-Systeme, kommt ohne Kobalt aus und hält üblicherweise 6.000 bis 10.000 Vollzyklen. Als Faustregel für die Größe hat sich bewährt: etwa eine Kilowattstunde nutzbare Kapazität je 1.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch — mehr macht die Anlage teuer, ohne mehr zu bringen.

Ein Speicher kann DC- oder AC-gekoppelt arbeiten. AC-gekoppelte Systeme lassen sich an fast jede Bestandsanlage nachrüsten. Wer will, kann zusätzlich eine Notstromfunktion vorsehen: Bei Netzausfall laufen dann ausgewählte Stromkreise weiter — Kühlschrank, Heizungssteuerung, Licht.

  • Auslegung nach Verbrauchsprofil, nicht nach Katalogseite
  • LiFePO₄-Systeme mit Zyklenfestigkeit statt Billigzellen
  • AC- oder DC-Kopplung, auch als Nachrüstung
  • Ersatzstrom- und Notstromfunktion auf Wunsch
  • Speicher als Teil der 0-Prozent-Umsatzsteuer-Regelung bis 30 kWp
  • Vorbereitet auf dynamische Stromtarife und Netzentgelt-Module nach § 14a EnWG

03 · Wechselrichter, Zähler & Überwachung

Das teuerste Bauteil ist nicht das, was man von der Straße sieht.

Der Wechselrichter macht aus Gleichstrom vom Dach den Wechselstrom, mit dem Ihre Waschmaschine läuft. Er ist das einzige Bauteil, das Sie in der Laufzeit einmal ersetzen werden — und das, an dem sich der Ertrag entscheidet.

Wechselrichter und Module müssen zueinander passen. Ist das Gerät zu klein, kappt es die Mittagsspitze. Ist es zu groß, arbeitet es dauerhaft im schlechten Teilllastbereich. Beides kostet über zwanzig Jahre spürbar Ertrag. Wir dimensionieren nach dem realen Ertragsprofil Ihres Daches, nicht nach der Nennleistung auf dem Datenblatt.

Dazu kommt der Zählerschrank. In vielen Häusern aus den Siebzigern und Achtzigern ist schlicht kein Platz mehr, oder die Anlage entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Das prüfen wir beim Ortstermin, damit es nicht am Montagetag zur Überraschung wird.

Seit dem Solarspitzengesetz gehört auch das Messwesen dazu: Neue Anlagen ab 2 kW dürfen bis zum Einbau eines intelligenten Messsystems nur 60 Prozent ihrer Leistung ins Netz einspeisen. Ab 7 Kilowatt ist der Messstellenbetreiber zum Einbau verpflichtet. Wir klären das mit dem Netzbetreiber, bevor Sie unterschreiben.

  • Dimensionierung nach realem Ertragsprofil, nicht nach Nennleistung
  • Prüfung und, wenn nötig, Erneuerung des Zählerschranks
  • Anmeldung des Zählerwechsels beim Messstellenbetreiber
  • Überspannungs- und Blitzschutz nach geltender Norm
  • Anlagenüberwachung mit Störmeldung per E-Mail
  • Einweisung am Gerät und am Portal — bis es sitzt
Wechselrichter mit ordentlich geführten Leitungen an einer weißen Kellerwand
Weiße Wallbox mit aufgerolltem Ladekabel an einer Klinkerwand neben dem Garagentor

04 · Wallbox & E-Mobilität

Volltanken für acht Cent.

Wer sein Auto mit eigenem Solarstrom lädt, zahlt rechnerisch etwa 8 bis 12 Cent je Kilowattstunde. An der öffentlichen Schnellladesäule sind 45 bis 60 Cent üblich. Bei 15.000 Kilometern im Jahr ist das der Unterschied zwischen rund 400 und rund 1.700 Euro.

Entscheidend ist das Überschussladen. Eine Wallbox, die mit Ihrem Wechselrichter und Ihrem Zähler kommuniziert, lädt genau mit der Leistung, die Ihre Anlage gerade übrig hat — und nicht mit elf Kilowatt aus dem Netz, weil Sie um 18 Uhr den Stecker gesteckt haben.

Seit 2024 gelten Wallboxen über 4,2 Kilowatt als steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG. Der Netzbetreiber darf sie in seltenen Ausnahmefällen kurzzeitig herunterregeln — im Gegenzug bekommen Sie ein reduziertes Netzentgelt. Je nach gewähltem Modul liegt der Vorteil bei etwa 110 bis 190 Euro im Jahr.

Wir melden die Wallbox beim Netzbetreiber an, wählen mit Ihnen das passende Modul und richten das Zusammenspiel mit Anlage und Speicher ein.

  • Wallboxen mit Überschuss- und Zeitsteuerung
  • Anmeldung beim Netzbetreiber inklusive
  • Beratung zu den Netzentgelt-Modulen nach § 14a EnWG
  • Lastmanagement bei mehreren Ladepunkten
  • Ladeinfrastruktur für Betriebe und Fuhrparks
  • Zusammenspiel mit Speicher und Wärmepumpe

05 · Gewerbe & Landwirtschaft

Wo tagsüber gearbeitet wird, passt der Strom von selbst.

Betriebe haben einen Vorteil, den kein Einfamilienhaus hat: Ihr Verbrauch liegt genau dann am höchsten, wenn die Anlage am meisten liefert. Eigenverbrauchsquoten von 70 bis 90 Prozent sind ohne Speicher erreichbar.

Hallendächer, Stallungen, Maschinenhallen und Betriebsgebäude bieten große, unverschattete Flächen. Wir prüfen zuerst die Statik und die Eindeckung, dann den Netzanschluss: Bei größeren Anlagen ist die vorhandene Anschlussleistung häufig der begrenzende Faktor, nicht die Dachfläche.

Für Betriebe rechnen wir zusätzlich mit Lastgängen. Wenn Ihre Lastspitzen im Sommer mittags liegen, senkt die Anlage nicht nur die Arbeitskosten, sondern womöglich auch den Leistungspreis. In der Landwirtschaft kommen Melkroboter, Lüftung, Kühlung und Futtertechnik dazu — alles Verbraucher, die rund um die Uhr laufen und den Eigenverbrauch stabil halten.

Steuerlich gelten für gewerbliche Anlagen andere Regeln als für private: Die Umsatzsteuerbefreiung greift nur bis 30 kWp, oberhalb davon zählt der Vorsteuerabzug. Sprechen Sie das bitte mit Ihrem Steuerberater durch — wir liefern die technischen Zahlen dafür.

  • Aufdachanlagen auf Hallen, Ställen und Betriebsgebäuden
  • Statik- und Eindeckungsprüfung vor der Planung
  • Auslegung anhand des realen Lastgangs
  • Ladeinfrastruktur für Fuhrpark und Mitarbeitende
  • Gewerbe- und Industriespeicher über unseren Partner Alpha ESS
  • Abstimmung mit Netzbetreiber bei größeren Anschlussleistungen
Gewerbehalle mit vollflächig belegtem Flachdach aus Solarmodulen, Luftaufnahme
Detail eines Montagesystems mit Dachhaken und Aluminiumschiene auf einem Ziegeldach

06 · Wartung, Service & Anlagenüberwachung

Eine Anlage, die niemand ansieht, verliert leise.

Photovoltaik gilt als wartungsfrei — und das stimmt fast. Aber „fast“ ist der Unterschied zwischen einer Anlage, die zwanzig Jahre liefert, und einer, die im achten Jahr unbemerkt ein Fünftel verloren hat.

Die typischen Fehler sind unspektakulär: ein durchgescheuertes Kabel, eine korrodierte Steckverbindung, ein ausgefallener MPP-Tracker im Wechselrichter, Moos auf der unteren Modulreihe, ein Marder in der Dachisolierung. Keiner davon schaltet die Anlage ab. Alle kosten Ertrag.

Bei Dachneigungen über 20 Grad wäscht der Regen die Module in der Regel von selbst sauber. Wenn allerdings Laub, Vogelkot oder Pollen eine Teilverschattung erzeugen, sollte das zügig weg — ein verschattetes Modul zieht den ganzen String mit nach unten.

Wir warten auch Anlagen, die wir nicht gebaut haben. Gerade wenn der ursprüngliche Errichter nicht mehr existiert, ist das für viele Betreiber das eigentliche Problem. Sie bekommen von uns vorab eine Einschätzung, was zu tun ist und was es kostet — und dann entscheiden Sie.

  • Sicht- und Messprüfung der gesamten Anlage
  • Ertragsvergleich gegen die Prognose
  • Wechselrichtertausch, auch herstellerübergreifend
  • Reparatur nach Sturm-, Blitz- und Marderschäden
  • Einrichtung der Anlagenüberwachung mit Störmeldung
  • Betreuung von Fremdanlagen und verwaisten Bestandsanlagen

Das sollten Sie wissen

Was wir nicht machen.

Ein Handwerksbetrieb, der alles kann, kann meistens nichts richtig. Diese Punkte gehören ehrlicherweise nicht zu uns:

Balkonkraftwerke

Steckerfertige Geräte für 400 bis 800 Watt bekommen Sie im Baumarkt oder online günstiger, als wir sie liefern und montieren könnten. Für den Kreis Minden-Lübbecke gab es dafür zeitweise sogar eine eigene Förderung.

Dachsanierung

Wenn die Ziegel in den nächsten fünf Jahren ohnehin herunter müssen, sagen wir das — und Sie machen erst das Dach. Die Sanierung selbst gehört in die Hände eines Dachdeckers, nicht in unsere.

Steuerberatung

Wir kennen die Regeln zu Nullsteuersatz und Einkommensteuerbefreiung und erklären sie Ihnen. Ihre persönliche steuerliche Situation beurteilt Ihr Steuerberater — nicht wir.

Angebote am Telefon ohne Ortstermin

Eine Zahl, die ohne Blick aufs Dach entsteht, ist geraten. Am Telefon sagen wir Ihnen eine Größenordnung. Ein Angebot gibt es, nachdem wir oben waren.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zu den Leistungen.

Ja. Flachdach, Trapezblech, Ziegel, Schiefer, Bitumen und Gaubenflächen — für jede Eindeckung gibt es ein passendes Montagesystem.

Auf Flachdächern arbeiten wir mit aufgeständerten Ost-West-Systemen. Die liefern über den Tag eine flachere, breitere Ertragskurve als eine steile Südausrichtung — genau das, was ein Haushalt oder Betrieb braucht, der morgens und abends verbraucht. Ballastiert statt gebohrt, damit die Dachhaut dicht bleibt.

Ja — aber es ist meist teurer, als ihn gleich mitzuplanen.

AC-gekoppelte Speicher lassen sich an praktisch jede bestehende Anlage anschließen. Der Aufwand liegt im Zählerschrank und in der zweiten Anfahrt. Wenn Sie ohnehin mit dem Gedanken spielen, sagen Sie es beim ersten Termin: Dann legen wir Wechselrichter und Verkabelung so aus, dass die Nachrüstung ein halber Tag wird und kein Umbau.

Die Module über 30 Jahre. Der Wechselrichter meist 10 bis 15.

Hersteller guter Module garantieren in der Regel 80 bis 90 Prozent der Nennleistung nach 20 bis 25 Betriebsjahren. Der Wechselrichter ist das einzige Bauteil mit planbarer Lebensdauer — kalkulieren Sie einen Austausch nach etwa zwölf Jahren mit ein. Speicher werden über Vollzyklen bewertet; LiFePO₄-Systeme schaffen üblicherweise 6.000 bis 10.000 Zyklen.

Ja, komplett. Netzanschlussanfrage, Inbetriebnahmeprotokoll, Registrierung im Marktstammdatenregister.

Die Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme erfolgen — sonst kann die Einspeisevergütung ausgesetzt werden. Wir machen das für Sie und geben Ihnen die Bestätigung zu den Unterlagen.

Ja. Fremdanlagen sind ein fester Teil unserer Arbeit.

Typische Fälle: Der Ertrag ist ohne erkennbaren Grund eingebrochen, der Wechselrichter meldet einen Fehlercode, die Anlage steht seit einem Gewitter still, oder die Firma, die gebaut hat, gibt es nicht mehr. Wir messen durch, prüfen Strings, Verkabelung, Überspannungsschutz und Wechselrichter — und sagen Ihnen, was es kostet, bevor wir tauschen.

Mit Anlagenüberwachung sofort. Ohne sie oft erst bei der Jahresabrechnung.

Das ist der Grund, warum wir bei Anlagen ab etwa 10 kWp zu einer Überwachung raten. Ein ausgefallener String im Mai bleibt sonst monatelang unbemerkt. Moderne Wechselrichter bringen die Funktion oft schon mit; sie muss nur eingerichtet und mit einer Meldeadresse verknüpft werden.

Nächster Schritt

Sie wissen jetzt, was wir machen. Fehlt nur noch Ihr Dach.

Ein Anruf reicht. Nennen Sie uns Jahresverbrauch, Dachausrichtung und Baujahr — dann sagen wir Ihnen in zehn Minuten, ob und in welcher Größe sich das rechnet.