Was die Rechnung wirklich bewegt
Fünf Stellschrauben — in der Reihenfolge ihrer Wirkung.
Die Modulmarke steht nicht darunter. Sie ist wichtig für die Haltbarkeit, aber sie entscheidet nicht über die Wirtschaftlichkeit.
1 · Eigenverbrauchsquote
Der größte Hebel, mit Abstand. Eine selbst verbrauchte Kilowattstunde ist rund viereinhalbmal so viel wert wie eine eingespeiste. Alles, was den Eigenverbrauch hebt — Speicher, Wärmepumpe, Wallbox, Zeitsteuerung von Waschmaschine und Spülmaschine — zahlt direkt auf die Rechnung ein.
2 · Ihr Strompreis
Je teurer Ihr Bezugsstrom, desto schneller rechnet sich die Anlage. Bei 45 statt 34 Cent verkürzt sich die Amortisation um ein bis zwei Jahre. Und dieser Wert wird über zwanzig Jahre kaum sinken.
3 · Verschattung
Der am meisten unterschätzte Faktor. Ein Schornstein, der ab dem Nachmittag zwei Modulreihen streift, kostet über die Laufzeit mehr, als Optimierer oder eine andere Belegung gekostet hätten. Deshalb sehen wir uns das vor Ort an und nicht auf Satellitenbildern.
4 · Richtige Anlagengröße
Zu klein heißt: Sie kaufen weiter teuren Strom zu. Zu groß heißt: Sie verschenken Kapital an eine Einspeisevergütung von 7,78 Cent. Die passende Größe ergibt sich aus Ihrem Verbrauch heute und Ihren Plänen für die nächsten fünf Jahre.
5 · Ausrichtung und Neigung
Süd mit 30 Grad ist das Optimum. Südost und Südwest liegen wenige Prozent darunter. Ost-West liefert insgesamt etwas weniger, dafür breiter über den Tag verteilt — was den Eigenverbrauch hebt und Punkt 1 wieder verbessert.
Was kaum zählt
Ob das Modul 440 oder 450 Watt hat. Ob es eine bekannte Marke ist oder nicht. Ob der Wirkungsgrad 21,3 oder 21,8 Prozent beträgt. Diese Unterschiede verschwinden in der Nachkommastelle — im Gegensatz zu den fünf Punkten davor.