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Was es kostet. Und was es bringt.

Preise, Faustregeln und drei vollständig durchgerechnete Modellfälle — mit allen Annahmen offengelegt, damit Sie unsere Zahlen nachrechnen können.

Was Technik kostet

Die Preise, über die sonst niemand gern redet.

Marktpreise, keine Wunschpreise. Alle Angaben als Endpreis — bis 30 kWp fällt keine Umsatzsteuer an.

Orientierungswerte für schlüsselfertige Anlagen, Stand Frühjahr 2026. Grundlage: Marktdaten und Preisindizes, unter anderem Fraunhofer ISE. Ihr konkretes Angebot kann davon abweichen — nach oben wie nach unten.
PositionPreisspanneWovon es abhängt
PV-Anlage schlüsselfertig810 – 1.400 € je kWpAnlagengröße, Dacheindeckung, Zugänglichkeit, Gerüst, Anzahl der Dachflächen
Durchschnitt 2026rund 1.015 € je kWpBundesweiter Mittelwert, rund 4 % unter dem Vorjahr
Stromspeicher315 – 470 € je kWh nutzbarKapazität, Zellchemie, AC- oder DC-Kopplung, Notstromfunktion
Wallbox mit Überschusssteuerung1.200 – 2.500 €Leitungslänge, Ladeleistung, Lastmanagement, Zählerschrank
Zählerschrank erneuern1.200 – 2.800 €Baujahr des Hauses, Platzverhältnisse, Vorgaben des Netzbetreibers
Wechselrichtertausch (nach 10 – 15 Jahren)1.000 – 2.500 €Anlagengröße, ein- oder dreiphasig, Speicheranbindung
Typische Anlage 10 kWp ohne Speicher9.000 – 15.000 €siehe oben — schlüsselfertig inklusive Anmeldung

Drei Modellrechnungen

So sieht die Rechnung wirklich aus.

Drei typische Konstellationen aus unserer Region, komplett durchgerechnet. Wichtig: Das sind Modellrechnungen mit offengelegten Annahmen — keine abgerechneten Kundenprojekte und keine Zusage.

Beispiel A

Einfamilienhaus, zwei Personen

Klassisches Satteldach, Südwest, 35 Grad, keine Verschattung. Beide berufstätig, tagsüber selten zu Hause.

Jahresverbrauch: 4.200 kWhAnlagengröße: 9,8 kWpSpeicher: keinerStrompreis: 34 ct/kWh
Stromertrag im Jahrrund 9.300 kWh
davon selbst verbrauchtrund 2.800 kWh (30 %)
davon eingespeistrund 6.500 kWh
Ersparnis beim Strombezugrund 950 € im Jahr
Einspeisevergütungrund 505 € im Jahr
Summe Vorteilrund 1.455 € im Jahr
Investitionrund 9.900 €
Rechnerische Amortisationrund 7 Jahre
Einfamilienhaus mit Satteldach und Photovoltaikanlage
Stromspeicher im Hauswirtschaftsraum eines Einfamilienhauses

Beispiel B

Familie mit Wärmepumpe und Elektroauto

Zwei Dachflächen Ost und West, 30 Grad. Wärmepumpe seit zwei Jahren, ein E-Auto mit rund 12.000 Kilometern im Jahr.

Jahresverbrauch: 9.500 kWhAnlagengröße: 14,4 kWpSpeicher: 10 kWh nutzbarStrompreis: 34 ct/kWh
Stromertrag im Jahrrund 13.700 kWh
davon selbst verbrauchtrund 7.100 kWh (52 %)
davon eingespeistrund 6.600 kWh
Ersparnis beim Strombezugrund 2.415 € im Jahr
Einspeisevergütungrund 515 € im Jahr
Summe Vorteilrund 2.930 € im Jahr
Investition inkl. Speicherrund 18.600 €
Rechnerische Amortisationrund 8 Jahre

Beispiel C

Landwirtschaftlicher Betrieb

Maschinenhalle mit Trapezblechdach nach Süden, unverschattet. Verbrauch überwiegend tagsüber — Melktechnik, Kühlung, Lüftung, Futteranlage.

Jahresverbrauch: 45.000 kWhAnlagengröße: 60 kWpSpeicher: keinerStrompreis: 26 ct/kWh netto
Stromertrag im Jahrrund 57.000 kWh
davon selbst verbrauchtrund 40.000 kWh (70 %)
davon eingespeistrund 17.000 kWh
Ersparnis beim Strombezugrund 10.400 € im Jahr
Einspeisevergütung (anteilige Sätze)rund 1.170 € im Jahr
Summe Vorteilrund 11.570 € im Jahr
Investition nettorund 54.000 €
Rechnerische Amortisationrund 5 Jahre
Betriebsgebäude mit vollflächiger Photovoltaikanlage auf dem Dach

Womit gerechnet wurde

Spezifischer Ertrag 950 kWh je kWp und Jahr (Richtwert für den Mühlenkreis bei guter Ausrichtung). Einspeisevergütung 7,78 ct/kWh für Anlagen bis 10 kWp, Stand 1. Februar 2026; für größere Anlagen anteilig geringere Sätze. Eigenverbrauchsquote 30 % ohne Speicher, 52 bis 70 % je nach Verbrauchsprofil und Speicher. Preise nach den Marktwerten aus der Tabelle oben.

Nicht enthalten: künftige Strompreissteigerungen (die die Rechnung verbessern würden), Modul­degradation von etwa 0,5 % pro Jahr, Wechselrichtertausch, Versicherung und Finanzierungskosten. Wer sehr konservativ rechnen will, legt auf die Amortisationsdauer ein bis zwei Jahre auf.

Was die Rechnung wirklich bewegt

Fünf Stellschrauben — in der Reihenfolge ihrer Wirkung.

Die Modulmarke steht nicht darunter. Sie ist wichtig für die Haltbarkeit, aber sie entscheidet nicht über die Wirtschaftlichkeit.

1 · Eigenverbrauchsquote

Der größte Hebel, mit Abstand. Eine selbst verbrauchte Kilowattstunde ist rund viereinhalbmal so viel wert wie eine eingespeiste. Alles, was den Eigenverbrauch hebt — Speicher, Wärmepumpe, Wallbox, Zeitsteuerung von Waschmaschine und Spülmaschine — zahlt direkt auf die Rechnung ein.

2 · Ihr Strompreis

Je teurer Ihr Bezugsstrom, desto schneller rechnet sich die Anlage. Bei 45 statt 34 Cent verkürzt sich die Amortisation um ein bis zwei Jahre. Und dieser Wert wird über zwanzig Jahre kaum sinken.

3 · Verschattung

Der am meisten unterschätzte Faktor. Ein Schornstein, der ab dem Nachmittag zwei Modulreihen streift, kostet über die Laufzeit mehr, als Optimierer oder eine andere Belegung gekostet hätten. Deshalb sehen wir uns das vor Ort an und nicht auf Satellitenbildern.

4 · Richtige Anlagengröße

Zu klein heißt: Sie kaufen weiter teuren Strom zu. Zu groß heißt: Sie verschenken Kapital an eine Einspeisevergütung von 7,78 Cent. Die passende Größe ergibt sich aus Ihrem Verbrauch heute und Ihren Plänen für die nächsten fünf Jahre.

5 · Ausrichtung und Neigung

Süd mit 30 Grad ist das Optimum. Südost und Südwest liegen wenige Prozent darunter. Ost-West liefert insgesamt etwas weniger, dafür breiter über den Tag verteilt — was den Eigenverbrauch hebt und Punkt 1 wieder verbessert.

Was kaum zählt

Ob das Modul 440 oder 450 Watt hat. Ob es eine bekannte Marke ist oder nicht. Ob der Wirkungsgrad 21,3 oder 21,8 Prozent beträgt. Diese Unterschiede verschwinden in der Nachkommastelle — im Gegensatz zu den fünf Punkten davor.

Das sollten Sie wissen

Wann sich eine Anlage nicht lohnt.

Es gibt Fälle, in denen wir abraten. Sie sind selten geworden, aber es gibt sie:

  • Reines Norddach ohne Alternative. Der Ertrag liegt um 30 bis 40 Prozent unter einem Süddach. Bei kleinem Verbrauch trägt das die Investition nicht.
  • Sehr niedriger Verbrauch unter etwa 1.800 kWh im Jahr ohne Aussicht auf Wärmepumpe oder Elektroauto. Dann geht fast alles zu 7,78 Cent ins Netz.
  • Dach, das in den nächsten fünf Jahren neu gedeckt werden muss. Erst das Dach, dann die Anlage — sonst zahlen Sie Abbau und Wiederaufbau.
  • Starke, unvermeidbare Verschattung durch Nachbargebäude oder alten Baumbestand über weite Teile des Tages.
  • Geplanter Verkauf innerhalb weniger Jahre. Der Wertzuwachs am Haus gleicht die Investition erfahrungsgemäß nicht vollständig aus.

Wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, sagen wir das beim ersten Telefonat — nicht nach dem Ortstermin und schon gar nicht nach der Unterschrift.

Kurz beantwortet

Kosten und Wirtschaftlichkeit — häufige Fragen.

Für 9 bis 11 kWp schlüsselfertig: rund 9.000 bis 15.000 Euro, ohne Umsatzsteuer.

Der bundesweite Durchschnittspreis lag im Frühjahr 2026 bei etwa 1.015 Euro je Kilowatt-Peak (Fraunhofer ISE) und damit rund vier Prozent unter dem Vorjahr. Nach oben treiben den Preis vor allem: schwer zugängliche Dächer, Schiefer- oder Biberschwanzdeckung, mehrere Dachflächen mit unterschiedlicher Ausrichtung, ein Zählerschrank, der erneuert werden muss, und Gerüstkosten.

315 bis 470 Euro je nutzbarer Kilowattstunde — Stand Frühjahr 2026.

Ein typischer 10-kWh-Speicher liegt damit bei etwa 3.500 bis 4.700 Euro einschließlich Einbau. Kleinere Speicher sind je Kilowattstunde teurer, sehr große lohnen sich selten: Über etwa einer Kilowattstunde je 1.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch steigt der Preis schneller als der Nutzen.

Ohne Speicher typischerweise nach 7 bis 9 Jahren, mit Speicher nach 8 bis 12.

Entscheidend ist nicht die Anlagengröße, sondern Ihre Eigenverbrauchsquote und Ihr Strompreis. Wer tagsüber zu Hause ist, eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto hat, kommt ans untere Ende der Spanne. Wer morgens aus dem Haus geht und abends wiederkommt, ohne Speicher ans obere. Nach der Amortisation läuft die Anlage noch rund 15 bis 20 Jahre weiter.

Der Wechselrichtertausch nach etwa 10 bis 15 Jahren — sonst fast nichts.

Kalkulieren Sie je nach Anlagengröße einen vierstelligen Betrag ein. Dazu kommen optional eine Betreiberhaftpflicht und die Erweiterung der Wohngebäudeversicherung, in der Regel im niedrigen zweistelligen Bereich je Jahr. Reinigung ist bei Dachneigungen über 20 Grad meist nicht nötig — das erledigt der Regen.

Als Faustregel: etwa 1 kWp je 1.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch — plus Reserve für Wärmepumpe und Elektroauto.

Wer heute 4.000 Kilowattstunden verbraucht und in drei Jahren auf eine Wärmepumpe umstellt, sollte nicht auf 4 kWp auslegen. Nachrüsten ist immer teurer als gleich richtig bauen: Gerüst, Anfahrt und Netzanmeldung fallen ein zweites Mal an. Wir fragen deshalb immer nach Ihren Plänen für die nächsten fünf Jahre.

Ja, auch ohne Eigenkapital — über den KfW-Förderkredit 270 oder ein normales Bankdarlehen.

Der KfW-Kredit 270 finanziert bis zu 100 Prozent der Investitionskosten. Der Antrag läuft über Ihre Hausbank und muss vor dem Auftrag gestellt werden. Bei vielen Anlagen liegt die jährliche Ersparnis über der Annuität — die Anlage trägt sich dann selbst. Prüfen lassen sollten Sie das bei Ihrer Bank, nicht bei uns.

Nächster Schritt

Ihre Zahlen sind nicht die aus der Tabelle.

Nennen Sie uns Jahresverbrauch, Dachausrichtung und Strompreis — dann rechnen wir Ihren Fall durch statt eines Modellfalls. Kostenlos und ohne Verpflichtung.