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Fragen und Antworten.

Über zwanzig Fragen, die uns wirklich gestellt werden — mit Antworten, die mit Ja, Nein oder einer Zahl beginnen und nicht mit „grundsätzlich gilt bei uns“.

01 · Grundlagen

Lohnt sich das bei mir?

Die Fragen, die am Anfang stehen — bevor es um Technik oder Geld geht.

Ja. Ein gut ausgerichtetes Dach im Mühlenkreis liefert rund 950 Kilowattstunden je installiertem Kilowatt-Peak und Jahr.

Die Zahl der Sonnenstunden reicht hier für einen guten Anlagenertrag völlig aus. Dazu kommt ein Effekt, den viele nicht auf dem Schirm haben: Solarmodule arbeiten bei niedrigeren Temperaturen effektiver. Die kühlere Witterung im Norden gleicht die höhere Sonnenstundenzahl Süddeutschlands zu einem guten Teil wieder aus. Und selbst bei diffusem Licht, also ohne direkte Einstrahlung, liefern die Module noch brauchbare Erträge.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit ja. Optimal sind Süddächer mit rund 30 Grad Neigung — aber die Spanne dessen, was sich rechnet, ist deutlich größer.

Die Erträge von Südwest- und Südostdächern liegen nur wenig unter denen eines Süddachs. Auch mit Ost- und Westdächern lassen sich rentable Erträge erzielen, häufig sogar mit dem Vorteil einer gleichmäßigeren Verteilung über den Tag. Abweichungen vom optimalen Neigungswinkel verringern den Ertrag nur geringfügig, solange alle Komponenten sauber aufeinander abgestimmt sind.

Der kritische Punkt ist die Verschattung: durch Nachbargebäude, Bäume, Antennen, Kamine oder Gauben. Das prüfen wir bei der Planung über den kompletten Tages- und Jahresverlauf.

Etwa 5 Quadratmeter je Kilowatt-Peak. Für eine 10-kWp-Anlage also rund 50 Quadratmeter nutzbare Fläche.

Moderne Module liefern auf einer Fläche von etwa 1,80 × 1,10 Metern rund 430 bis 460 Watt. Für 10 kWp brauchen Sie damit ungefähr 22 bis 24 Module. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus-Satteldach hat je Dachseite 60 bis 80 Quadratmeter — Platz ist in aller Regel nicht das Problem.

Die Module über 30 Jahre. Der Wechselrichter 10 bis 15.

Die meisten Hersteller bieten Leistungsgarantien zwischen 20 und 25 Jahren — typischerweise 80 Prozent der Nennleistung nach 25 Betriebsjahren. Der Wechselrichter ist das einzige Bauteil, dessen Austausch Sie fest einplanen sollten. Nach Ablauf der EEG-Vergütung im 20. Jahr läuft die Anlage weiter; sie liefert dann noch etwa 85 bis 90 Prozent ihrer ursprünglichen Leistung.

02 · Technik & Betrieb

Was im Alltag passiert.

Wartung, Sturm, Stromausfall, Lautstärke — was Sie in den nächsten zwanzig Jahren erwartet.

Nahezu null. Der einzige planbare Eingriff ist der Wechselrichtertausch nach etwa zehn bis fünfzehn Jahren.

Verschmutzungen werden von Dächern mit mehr als 20 Grad Neigung normalerweise durch Regen und Schnee auf natürliche Weise abgewaschen. Nur wenn besonders starke Verschmutzung eine Teilbeschattung verursacht — Laub in einer Dachkehle, Vogelkot, Blütenstaub in einem trockenen Frühjahr — sollte sie zügig beseitigt werden, weil ein verschattetes Modul den gesamten String mitzieht.

Wir empfehlen eine Sichtprüfung alle zwei bis drei Jahre und eine dauerhafte Ertragsüberwachung.

Ohne Zusatztechnik schaltet sich die Anlage ab. Mit Ersatzstromfunktion laufen ausgewählte Stromkreise weiter.

Die Abschaltung ist gesetzlich vorgeschrieben und dient dem Schutz der Menschen, die am Netz arbeiten. Wer bei Netzausfall weiter Strom haben will, braucht einen Speicher mit Ersatz- oder Notstromfunktion und eine entsprechende Verkabelung im Zählerschrank. Üblich ist, Kühlschrank, Gefriertruhe, Heizungssteuerung, Router und Licht auf diese Kreise zu legen — nicht das ganze Haus.

Module halten Hagelkörner bis etwa 25 Millimeter aus. Für den Rest gibt es Überspannungsschutz und Versicherung.

Solarmodule werden nach IEC-Norm auf Hagelschlag geprüft. Ein Überspannungsschutz auf der Gleich- und Wechselstromseite gehört bei uns zum Standard — er kostet wenig und verhindert den teuersten Schadensfall. Die Anlage sollte in Ihre Wohngebäudeversicherung aufgenommen oder separat versichert werden; sprechen Sie das mit Ihrer Versicherung ab, bevor die Anlage läuft.

Nein — bei fachgerechter Montage bleibt die Dachhaut geschlossen.

Auf Ziegel- und Schieferdächern arbeiten wir mit Dachhaken, die unter den Ziegeln auf den Sparren verschraubt werden; die Eindeckung wird anschließend wieder geschlossen. Auf Flachdächern setzen wir ballastierte Systeme ein, die ohne Durchdringung auskommen. Wenn wir beim Ortstermin sehen, dass die Unterspannbahn oder die Lattung nicht mehr taugt, sagen wir es vorher — nicht hinterher.

Die Module sind vollkommen geräuschlos. Der Wechselrichter erzeugt ein leises Summen.

Wechselrichter arbeiten je nach Bauart mit passiver oder aktiver Kühlung. Größere Geräte mit Lüfter können unter Volllast hörbar sein — deshalb gehört ein Wechselrichter in den Keller, den Hauswirtschaftsraum oder die Garage, nicht neben das Schlafzimmer. Speicher sind in der Regel lautlos.

03 · Kosten

Was es kostet und wann es sich lohnt.

Finanzierung, Amortisation, Volleinspeisung und die Frage nach dem Immobilienwert.

Auch ohne Eigenkapital — über ein Bankdarlehen oder den KfW-Förderkredit 270.

Setzen Sie sich mit Ihrer Hausbank in Verbindung. Sie informiert Sie auch über das zinsgünstige Sonderkreditprogramm der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau. Der KfW-Kredit 270 finanziert bis zu 100 Prozent der Investitionskosten, mit Zinsbindungen von 5 bis 20 Jahren; der Antrag muss vor Beginn des Vorhabens über die Hausbank gestellt werden. Auch ein Bausparvertrag kommt für die Finanzierung in Frage.

Ohne Speicher nach 7 bis 9 Jahren, mit Speicher nach 8 bis 12.

Der entscheidende Faktor ist die Eigenverbrauchsquote. Eine selbst verbrauchte Kilowattstunde spart Ihnen den Bezugspreis von 30 bis 45 Cent, eine eingespeiste bringt 7,78 Cent. Alles, was den Eigenverbrauch hebt — Speicher, Wärmepumpe, Wallbox, zeitversetztes Waschen — verkürzt die Amortisation. Drei komplett durchgerechnete Beispiele finden Sie unter Kosten & Beispielrechnungen.

Ja, aber nicht um den vollen Investitionsbetrag.

Eine funktionierende, ordentlich dokumentierte Anlage mit Restlaufzeit der EEG-Vergütung ist beim Verkauf ein Argument und wirkt sich auf den Energieausweis aus. Wer allerdings kauft, weil er die Anlage bauen wollte, hätte sie auch selbst gebaut. Kalkulieren Sie eine Anlage als Investition in Ihre eigenen Stromkosten, nicht als Immobilienwertsteigerung.

Nur in Sonderfällen — etwa bei sehr großen Dachflächen und sehr geringem eigenem Verbrauch.

Der Satz für Volleinspeisung liegt mit 12,35 ct/kWh deutlich über dem für Überschusseinspeisung. Trotzdem gewinnt fast immer der Eigenverbrauch, weil eine selbst genutzte Kilowattstunde 30 bis 45 Cent wert ist. Volleinspeisung kann sich rechnen, wenn Sie ein großes Scheunen- oder Hallendach ohne nennenswerten Verbrauch darunter haben.

04 · Recht & Anmeldung

Genehmigungen, Anmeldungen, Steuern.

Was Pflicht ist, was wir übernehmen und wo Sie zum Steuerberater müssen.

In der Regel nein — außer bei denkmalgeschützten Gebäuden.

Aufdachanlagen auf Wohn- und Wirtschaftsgebäuden sind in Nordrhein-Westfalen genehmigungsfrei. Steht Ihr Haus unter Denkmalschutz oder liegt es in einem festgesetzten Denkmalbereich, brauchen Sie eine denkmalrechtliche Erlaubnis der Unteren Denkmalbehörde. In manchen Bebauungsplänen finden sich außerdem Gestaltungsvorgaben — das prüfen wir mit Ihnen, bevor geplant wird.

Ja, zweimal: beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Beides übernehmen wir.

Die Netzanschlussanfrage läuft vor der Montage, das Inbetriebnahmeprotokoll danach. Die Registrierung im Marktstammdatenregister muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme erfolgen — wird sie versäumt, kann die Einspeisevergütung ausgesetzt werden. Sie bekommen die Registrierungsbestätigung zu Ihren Unterlagen.

Bei einer Anlage bis 30 kWp auf einem Wohnhaus in aller Regel nicht.

Seit der Einkommensteuerbefreiung nach § 3 Nr. 72 EStG entfallen für diese Anlagen Gewinnermittlung und Anlage EÜR. Umsatzsteuerlich greift der Nullsteuersatz. Bei größeren oder gewerblich genutzten Anlagen sieht es anders aus. Diese Einschätzung ersetzt keine Steuerberatung — sprechen Sie den konkreten Fall bitte mit Ihrem Steuerberater durch.

Neue Anlagen ab 2 Kilowatt dürfen bis zum Einbau eines intelligenten Messsystems nur 60 Prozent ihrer Leistung ins Netz einspeisen.

Die Regel stammt aus dem Solarspitzengesetz, das am 25. Februar 2025 in Kraft getreten ist, und soll das Netz bei hoher Solareinspeisung entlasten. Der Eigenverbrauch ist davon nicht betroffen. Ab 7 Kilowatt Anlagenleistung ist der Messstellenbetreiber zum Einbau eines Smart Meters verpflichtet; danach entfällt die Begrenzung. Mit Speicher und passender Auslegung merken die meisten Haushalte davon nichts.

Richtig — allerdings nur, wenn ein intelligentes Messsystem verbaut ist, und die Zeit wird hinten angehängt.

Fällt der Börsenstrompreis ins Negative, entfällt in diesen Stunden die Einspeisevergütung. Die nicht vergüteten Zeiträume werden am Ende der zwanzigjährigen Förderdauer ergänzt. Betroffen sind vor allem sonnige Mittage im Frühjahr und Sommer. Wer selbst verbraucht oder speichert, spürt davon wenig.

05 · Ausblick

2026, 2027 und danach.

Die Fragen, die sich gerade wegen der anstehenden EEG-Novelle besonders viele stellen.

Nach heutigem Stand spricht viel für 2026.

Wer die Anlage vor dem 1. Januar 2027 in Betrieb nimmt, sichert sich die feste Einspeisevergütung für zwanzig Jahre. Der Entwurf zur EEG-Novelle sieht für Anlagen ab 2027 keine feste Vergütung mehr vor, sondern eine befristete Übergangszahlung und danach die Direktvermarktung. Aber: Der Entwurf ist Stand 31. Juli 2026 nicht verabschiedet, und ob eine Anlage rechtzeitig fertig wird, hängt auch am Netzbetreiber. Wir versprechen keinen Stichtag, den wir nicht sicher halten können.

Sehr gut — aber sie verändert die richtige Anlagengröße deutlich.

Eine Wärmepumpe hebt den Jahresstromverbrauch typischerweise um 2.500 bis 5.000 Kilowattstunden, überwiegend im Winterhalbjahr. Genau dann liefert die Anlage am wenigsten. Trotzdem lohnt sich die Kombination: In den Übergangsmonaten und für die Warmwasserbereitung im Sommer deckt die Anlage einen erheblichen Teil ab, und der höhere Grundverbrauch verbessert die Eigenverbrauchsquote über das ganze Jahr. Sagen Sie uns, wenn eine Wärmepumpe geplant ist, bevor wir auslegen.

Mit Speicher und steuerbaren Verbrauchern zunehmend ja.

Dynamische Tarife bilden den Börsenpreis stündlich ab. Wer einen Speicher hat, der zu günstigen Stunden lädt, und ein Elektroauto, das nachts lädt, kann davon profitieren. Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem. Wir legen Speicher und Wallbox so aus, dass diese Option offenbleibt — auch wenn Sie sie heute noch nicht nutzen.

Ja, aber es kostet mehr, als gleich größer zu bauen.

Bei einer Erweiterung fallen Gerüst, Anfahrt und Netzanmeldung ein zweites Mal an; unter Umständen muss auch der Wechselrichter getauscht werden. Und: Für den Erweiterungsteil gilt die Vergütung des neuen Inbetriebnahmedatums, nicht die der Ursprungsanlage. Wenn absehbar ist, dass Sie in ein paar Jahren mehr Strom brauchen, planen wir das lieber gleich mit ein.

Ihre Frage steht nicht dabei?

Dann rufen Sie an. Wir beantworten auch Fragen, aus denen kein Auftrag wird — dafür ist ein Telefon da.

Nächster Schritt

Aus Fragen werden Zahlen.

Wenn Sie wissen wollen, was auf Ihrem Dach herauskommt, brauchen wir drei Angaben: Jahresverbrauch, Dachausrichtung und Baujahr. Den Rest machen wir.