Zum Inhalt springen

Sechs Schritte. Keine Überraschungen.

Vom ersten Telefonat bis zur Einweisung an der fertigen Anlage — hier steht, wer wann was macht und worauf Sie in der Zwischenzeit warten.

Der Überblick

Was wo passiert.

Die meiste Zeit vergeht nicht auf Ihrem Dach, sondern in Warteschleifen bei Netzbetreiber und Lieferanten. Das ist unangenehm ehrlich — aber es ist so.

Typischer Zeitplan für ein Einfamilienhaus mit 10 kWp und Speicher. Abweichungen nach oben und unten sind normal.
SchrittZeitraumWer macht esIhr Aufwand
ErstgesprächTag 1Sie und wir20 Minuten am Telefon
OrtsterminWoche 1 – 2Wir, bei Ihnen60 Minuten, Sie zeigen uns den Zählerschrank
Auslegung & AngebotWoche 2 – 4WirLesen, fragen, entscheiden
NetzanmeldungWoche 3 – 8Wir beim Netzbetreiberkeiner
LieferungWoche 4 – 10Hersteller und Großhandelkeiner
Montage1 – 2 TageWirZugang zu Dach und Zählerschrank
ZählerwechselWoche 8 – 14MessstellenbetreiberTermin wahrnehmen
Registrierungbis 1 Monat nach InbetriebnahmeWirkeiner

Im Detail

Jeder Schritt einzeln.

Schritt 01 · Tag 1 · rund 20 Minuten

Anruf oder E-Mail

Sie erzählen uns, worum es geht: Jahresverbrauch aus der letzten Abrechnung, Dachform, Ausrichtung, Baujahr, ob eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto geplant ist.

  • Wir sagen Ihnen sofort, ob sich das grundsätzlich rechnet
  • Sie bekommen eine erste Größenordnung für Anlagengröße und Investition
  • Wenn es sich nicht lohnt, hören Sie das an dieser Stelle — nicht nach dem Ortstermin
Wohnhaus mit Steildach vor dem Ortstermin

Schritt 02 · Woche 1 – 2 · rund 60 Minuten

Termin vor Ort

Wir kommen zu Ihnen, gehen aufs Dach oder auf den Dachboden und sehen uns an, was auf Fotos nie zu sehen ist.

  • Dachfläche, Neigung, Ausrichtung, Eindeckung und Zustand der Ziegel
  • Sparrenabstand und Statik für das Montagesystem
  • Verschattung durch Schornsteine, Gauben, Bäume und Nachbargebäude über den Tagesverlauf
  • Zählerschrank, Leitungswege und Platz für Wechselrichter und Speicher

Schritt 03 · Woche 2 – 4

Auslegung & Angebot

Aus den Daten wird eine Anlage. Sie bekommen kein Standardpaket, sondern eine Rechnung, die Sie nachvollziehen können.

  • Modulbelegung mit Verschattungsbetrachtung
  • Ertragsprognose in Kilowattstunden je Jahr
  • Erwartete Eigenverbrauchsquote mit und ohne Speicher
  • Amortisationsrechnung mit Ihrem Strompreis, nicht mit einem Durchschnittswert
  • Aufgeschlüsselte Kosten: Module, Wechselrichter, Speicher, Montage, Elektroarbeiten
Zählerschrank mit Sicherungsautomaten und digitalem Stromzähler

Schritt 04 · Woche 3 – 8

Netzanmeldung & Bestellung

Sobald Sie zusagen, laufen zwei Dinge parallel: die Anmeldung beim Netzbetreiber und die Bestellung der Komponenten.

  • Netzanschlussanfrage beim zuständigen Verteilnetzbetreiber
  • Abstimmung des Zählerwechsels mit dem Messstellenbetreiber
  • Bestellung von Modulen, Wechselrichter, Speicher und Montagematerial
  • Verbindlicher Montagetermin, sobald die Lieferung steht

Schritt 05 · 1 – 2 Tage

Montage & Elektroanschluss

Der Teil, den man sieht. Gerüst oder Dachsicherung, Montagesystem, Module, Verkabelung, Wechselrichter, Speicher, Zählerschrank.

  • Dachhaken und Schienen nach Herstellervorgabe und Windlastzone
  • Sorgfältige Wiedereindeckung — kein loser Ziegel bleibt zurück
  • Gleichstromseite mit Überspannungsschutz und Freischaltmöglichkeit
  • Baustelle wird geräumt und gefegt, Verpackung nehmen wir mit
Dachhaken und Montageschiene unter angehobenen Dachziegeln
Fertig installierter Wechselrichter mit sauberer Leitungsführung

Schritt 06 · Tag der Montage bis + 4 Wochen

Inbetriebnahme, Anmeldung & Einweisung

Die Anlage geht ans Netz, die Papiere gehen raus, und Sie wissen, was Sie da auf dem Dach haben.

  • Inbetriebnahmeprotokoll und Zählerwechsel
  • Registrierung im Marktstammdatenregister innerhalb der Monatsfrist
  • Einrichtung der Anlagenüberwachung mit Störmeldung
  • Einweisung am Gerät und Übergabe des Unterlagenordners
  • Danach: Sie sind erreichbar für uns und wir für Sie

Und danach

Was in den nächsten zwanzig Jahren passiert.

Eine Photovoltaikanlage ist eine der wenigen Anschaffungen, bei denen nach dem Kauf fast nichts mehr zu tun ist. Fast.

  1. Jahr 1

    Sie vergleichen zum ersten Mal Prognose und Realität. Erfahrungsgemäß liegt der reale Ertrag im ersten vollen Jahr innerhalb von etwa zehn Prozent um die Prognose herum — nach oben oder unten, je nach Wetterjahr.

  2. Jahr 2 bis 10

    Nichts. Regen wäscht die Module, der Wechselrichter läuft, die Überwachung meldet sich nur, wenn etwas nicht stimmt. Ein Sichtcheck alle zwei bis drei Jahre reicht.

  3. Jahr 10 bis 15

    Der Wechselrichter erreicht das Ende seiner üblichen Lebensdauer. Planen Sie den Austausch ein — je nach Größe liegt er im vierstelligen Bereich. Das ist der einzige kalkulierbare Folgekostenpunkt der ganzen Anlage.

  4. Jahr 20

    Die EEG-Vergütung endet. Die Anlage läuft weiter und liefert typischerweise noch 85 bis 90 Prozent ihrer Anfangsleistung. Ab dann geht es nur noch um Eigenverbrauch und Anschlussvermarktung — der Strom ist dann faktisch geschenkt.

Kurz beantwortet

Was Kundinnen und Kunden vorab wissen wollen.

Acht bis vierzehn Wochen vom ersten Anruf bis zum eingespeisten Strom.

Die Montage selbst ist der kürzeste Teil: ein bis zwei Tage. Alles andere sind Fristen, auf die wir nur begrenzt Einfluss haben — der Netzbetreiber hat für die Netzanschlusszusage gesetzliche Bearbeitungsfristen, Module und Speicher haben Lieferzeiten, und der Zählerwechsel hängt am Messstellenbetreiber. Wir sagen Ihnen bei jedem Zwischenschritt, worauf gerade gewartet wird.

Drei Dinge: Ihre letzte Stromabrechnung, das Baujahr des Hauses und — wenn vorhanden — einen Grundriss oder Dachplan.

Mehr nicht. Die Stromabrechnung ist der wichtigste Punkt, weil daraus Jahresverbrauch und Arbeitspreis hervorgehen. Wenn Sie eine Wärmepumpe, ein Elektroauto oder einen Pool planen, sagen Sie es beim ersten Gespräch: Das ändert die Auslegung deutlich.

Am ersten Tag ja, danach nicht zwingend.

Wir brauchen Zugang zum Zählerschrank, zum Dachboden und zu einer Stromquelle. Am Tag der Inbetriebnahme sollten Sie wieder da sein — dann gehen wir gemeinsam durch die Anlage, richten die Überwachung ein und Sie bekommen die Unterlagen.

Nein. Netzanschlussanfrage, Inbetriebnahmeprotokoll und die Registrierung im Marktstammdatenregister machen wir.

Einen Punkt können wir Ihnen nicht abnehmen: die Anzeige beim Finanzamt, falls Ihre Anlage steuerlich als Gewerbe zu behandeln ist. Bei Anlagen bis 30 kWp auf einem Wohnhaus ist das dank der Einkommensteuerbefreiung nach § 3 Nr. 72 EStG meist gegenstandslos — verlassen Sie sich aber bitte auf Ihren Steuerberater, nicht auf uns.

Wir halten an und rufen Sie an, bevor Kosten entstehen.

Die häufigsten Überraschungen: morsche Dachlatten unter den Ziegeln, ein Zählerschrank ohne Platz für den Überspannungsschutz, eine Leitung, die nicht dort liegt, wo sie laut Plan liegen sollte. Alles davon ist lösbar. Nichts davon wird ohne Ihre Zustimmung berechnet.

Ja, am Tag der Inbetriebnahme — und danach jederzeit telefonisch.

Wir zeigen Ihnen, was der Wechselrichter anzeigt, wie Sie im Portal Ertrag und Eigenverbrauch ablesen, was ein Fehlercode bedeutet und wann Sie anrufen sollten. Sie bekommen alle Unterlagen als Ordner: Datenblätter, Garantien, Inbetriebnahmeprotokoll, Registrierungsbestätigung.

Nächster Schritt

Schritt eins dauert zwanzig Minuten.

Halten Sie Ihre letzte Stromabrechnung bereit und rufen Sie an. Danach wissen Sie, ob es weitergeht — und wenn ja, wie.